Rückblick


Pressemitteilungen


Weltpolitisch betrachtet könnte man aus dem Jahr 2016 drei Jahre machen, und zwei davon wegschmeissen. Grund genug, das neue Jahr mit Humor und kraftvollen Melodien willkommen zu heissen. «Herr Konzertmeister, bitte ein T, ähm, nein, ein C», eröffnete Moderator Rolf Ryser das Konzert und schmetterte gekonnt «Thun, Thun, nur du allein . . .» Das Programm, das der Verein Neujahrskonzerte Thun unter der Leitung von Christa Gerber und Paul Moser präsentierte, versprühte Zuversicht und Lebensfreude und putzte trübe Gedanken aus den Köpfen der rund 750 Konzertgäste.

Vorspiel aus «Carmen» zum Auftakt

Auftakt bildete das Kammer­orchester mit dem Vorspiel aus der Oper «Carmen»: «Auf in den Kampf, Torero» von Georges ­Bizet, gefolgt vom Kammerchor mit zärtlich anmutenden Liebes­lieder-Walzern von Johannes Brahms. Johann Strauss junior schenkte uns das Couplet des Barinkay aus dem «Zigeunerbaron»: «Ja, das Alles auf Ehr’, das kann ich und noch mehr. Wenn man’s kann ungefähr, ist’s nicht schwer.»

Dass ein Elefant sogar seinen Salat mit dem Rüssel umrührt, wunderte niemanden. Der Tenor Manuel König intonierte das mutmachende Werk hinreissend im Dialog mit dem Kammerchor. Charles Gounods «Je veux vivre» aus der Oper «Roméo et Juliette», gesungen von der grossartigen Sopranistin Anja Christina Loosli, kroch dem Publikum unter die Haut.

Humorige Führung durch das Programm

Moderator Rolf Ryser spickte das Programm auf humorige Weise mit vielfältigen Hintergrundinformationen zu den einzelnen Komponisten und Stücken. Seine Anmerkung zu Jacques Offenbach und der Oper «Bataclan», deren Name jener Konzertsaal in Paris trägt, der Ende 2015 zu einem schrecklichen Tatort wurde, versetzte so manchem Konzertgast einen Stich ins Herz. Geheilt wurde jene schmerzhafte Erinnerung durch Offenbachs «Barcarole» aus der Oper «Hoffmanns Erzählungen» gesungen vom Kammerchor.

So zart das «Lied der Solveig» aus der Suite «Peer Gynt» von Edvard Grieg die Seele streichelte, so kraftvoll und tempoaufnehmend spielte das Kammerorchester Steffisburg «In der Halle des Bergkönigs» aus gleichnamiger Suite. Voll zum Zuge kam der Steffisburger Kammerchor mit Verdis beschwingtem «Il Trovatore, Coro degli zingari», bei dem die Sänger übermütig ihre Kappen in die Luft warfen.

Hübsch anzuschauen griffen die Sängerinnen und Sänger bei Georges Bizets «A deux cuatos» aus der Oper «Carmen» zu Fächern und Orangen, um das Marktgeschehen zu simulieren. Unter den Perlen aus aller Welt funkelte die «Bachiana Brasileira Nr. 5» von Heitor Villa-Lobos am hellsten.

Beeindruckender Auftritt der Sopranistin

Die Sopranistin Anja Christina Loosli beeindruckte einmal mehr mit dem bekannten brasilianischen Werk, welches mit wenig Text höchst ausgefeilte Sing- und Summstimme verlangt. Mit dem Duett von Anja Christina Loosli und Manuel König «Wer uns getraut» aus dem «Zigeunerbaron» endete das Konzert wie aus einem Guss mit der Botschaft «Die Liebe, die Liebe ist eine Himmelsmacht!»

Natürlich durfte der «Radetzkymarsch» als Zugabe nicht ­fehlen. Als musikalischer Gag schlich sich ein paar Takte lang immer wieder der «Berner Marsch» ein, bei dem der Kammerchor bärenstark die Berner Flagge schwenkte. Guets Nöis!

Text: Christina Burghagen, Thuner Tagblatt/ Bilder: Markus Hubacher, Spiez


Konzerte vom 24. und 25. Oktober 2015 

in der Dorfkirche Steffisburg

Erfolgreicher Abstecher in die Popmusik

war dem Thuner Tagblatt am 26. Oktober 2015 zu entnehmen. 

Das KAMMERORCHESTER Steffisburg und die Thuner Sängerin Recha-Maria mit Band

 bringen Strong Songs with Strings in die Dorfkirche Steffisburg.

Bild: Heidy Mumenthaler



Konzerte vom 15. und 16. November 2014 

in Steffisburg und Hilterfingen


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Konzerte vom 9. und 10. Mai 2015 

in Heimberg und Steffisburg

Kammerorchester verzauberte mit romantischen Klängen

Junge Solisten und freudiges Musizieren: Unter dem Motto "Romantische Frühlingsklänge" brachte das Kammerorchester Steffisburg in Heimberg und Steffisburg bekannte und unbekannte Werke der deutschen Romantik zum Erklingen.

Romantische Klangfarben prägten das interessante und abwechslungsreiche Programm des Kammerorchesters Steffisburg. In der Kirche Heimberg und anderntags in der Dorfkirche Steffisburg standen die Kreutzer-Variationen in G-Dur für Trompete und Orchester und Webers Andante und Rondo im Zentrum. Selbstsicher in eindrucksvoller Art und Weise übernahm der 15-jährige Lorin Augsburger aus Bremgarten bei Bern die Solostimme.
Erst nach einer Zugabe wurde er vom freudig applaudierenden Publikum entlassen.   



Erstes Heimspiel mit Orchester
In ihrer Heimat erstmals als Solistin mit einem Orchester zu hören, war die im Aussehen zierliche und auf dem Instrument anpackende temperamentvolle Thuner Bratschistin Nao Rohr. 
Die 22-jährige Musikerin übernahm in frischer Art den Part in Carl Maria von Webers Andante und Rondo ungarese. Schwungvoll, variationsreich in weberischem Tonfall gestalteten Solistin und Orchester die romantischen Klänge.
Die warme Färbung der Viola kam in schwermütigem c-Moll mit lombardischen Rhythmen und Gegenbetonungen wirkungsvoll zum Ausdruck. Charakteristische Vorschläge und brillierende Bordun-Bässe folgten in schlichtem C-Dur des Rondos.
Kräftigen Applaus verdankte Nao Rohr mit doppelgriffiger, virtuoser Bach-Solozugabe.
Schuberts bekannter Militärmarsch in D-Dur, der erfrischende Walzer für Streicher von Ferdinand Thieriot und Webers Sinfonie Nr.1 in C-Dur umrahmten die romantischen Frühlingsklänge. Dirigent Paul Moser ist es erneut geglückt, das Kammerorchester Steffisburg herauszufordern, zum lebendigen Zusammenspiel zu motivieren, nebst bekannten auch selten aufgeführte Werke zu erarbeiten und erklingen zu lassen.

Heidy Mumenthaler, Thuner Tagblatt vom 12. Mai 2014


Konzerte vom 8. und 9. November 2013 in der Stadtkirche Thun

Louis Spohrs Oratorium faszinierte

Faszinierendes Oratorium, beeindruckende Aufführung: Wer der Einladung der Kirchenchöre Lerchenfeld und Amsoldingen und des Kammerorchesters Steffisburg folgte, konnte sich ein Werk anhören, welches sich versöhnend um die letzten Dinge, Tod, Apokalypse, Himmel und Hölle dreht.

Seit Jahresbeginn schweissten sich die Kirchenchöre Lerchenfeld und Amsoldingen zu einer Einheit zusammen. Ebenso arbeitete sich das Kammerorchester Steffisburg in den imposanten Klangkörper ein. Das Resultat liess sich in der Thuner Stadtkirche sehen und hören: Gemeinsam versetzten sie am Freitag und am Samstag das Publikum in der am Freitag leider nicht voll besetztenThuner Stadtkirche durch ein grosses Werk in eine vom Irdischen losgelöste Stimmung, in ein inneres Erlebnis, das wohl niemand so leicht vergessen wird.
"Die letzten Dinge", eine von Louis Spohr oratorisch in Töne gebrachte Übertragung der Offenbarung des Johannes, lässt auch den modernen Menschen nicht so schnell los. Das zu seiner Zeit beliebte Chorwerk wird heute nur selten aufgeführt, obschon es des Komponisten Absicht war, ein Werk zu schaffen, welches von Laienchören gesungen werden kann. Aufhorchen liess, wie die rund 60 Sängerinnen und Sänger sich zu bewundernswerter Höchstleistung anspornen liessen.
Chor statt Erzähler
Dirigent Paul Moser und Chorleiter Matthias Zimmer-Schwab legten mit ihrer Interpretation eine überwältigende Richtung vor, in welcher Chor und Orchester mit gesanglichem und instrumentalem Niveau überzeugten. Die Thematik, die vom Tod, vom Jüngsten Gericht, von der Erlösung und dem Reich Gottes handelt, vertonte Spohr auf eine für ein Oratorium neue Weise. Da gab es keinen Erzähler, der durch die Geschichte führte. Der Text wurde vom Chor mit ausgeglichenen Stimmen wortdeutlich wiedergegeben.
Im Kontrast zu romantischen Klangfarben eröffnete das Orchester im barocken Stil einer französichen Ouvertüre, und nach Art italienischer Ouvertüre erklang die Sinfonia im zweiten Teil.
Wechselgesang beeindruckt
Eindrücklich wurde "Preis und Ehre ihm", im Wechsel solistischer Zwischenteile, auf die der Chor antwortet, interpretiert. Zwischenzeitig bildeten Solisten und Chor eine Einheit, wie im "Betet an! Betet an! Lob und Preis". Im "Heil dem Erbarmer" blickte Doppelchörigkeit durch. Das ideal aufeinander abgestimmte Solistenquartett - mit Jardena Flückiger (Sopran), Astrid-Frédérique Pfarrer (Alt), Raphael Favre (Tenor) und René Perler (Bass) - wusste den Wohlklang zu steigern. Im "Heilig, heilig, heilig" stellte der Solotenor würdevoll das Thema vor, welches vom Chor im vierstimmigen Satz wiederholt wurde. Die Rezitative wurden fein nachempfunden in schlichtem Orchestersatz begleitet.
Danksagung und Vertrauen
Imposant wirkten polyfone Stellen in den Chorsätzen, der Endzeitcharakter der "letzten Dinge" klang- und gefühlssatt. Mit theatralischer Wucht packte der vom göttlichen Gericht handelnde Chor "Gefallen ist Babylon" die Zuhörenden.
Das einmalige, unvergessliche Konzerterlebnis förderte zutage, wie Louis Spohr eine tröstliche Umsetzung der Apokalypse erreichte, die das unvermeidliche Ende nicht als letzten Ausweg darstellt, sondern als eigentliche Offenbarung, die alles offenlegt und zu einem versöhnlichen Ende führt.

Heidy Mumenthaler, Thuner Tagblatt vom 11. November 2013


Konzerte vom 3. Februar 2012 in der Dorfkirche Steffisburg und

vom 5. Februar 2012 im "Reberhaus" Bolligen


"Klingende Geschichten"
Von bösen Drachen und giftigen Schlangen

Das Kammerorchester Steffisburg lieferte am Freitagabend in der Dorfkirche ein überzeugendes Konzert - und überraschte mit einer Uraufführung des jungen Schweizer Komponisten Dave Scherler.




Konzerte vom 13. Juni 2010 im PROGR Bern (Matinée) und in der Dorfkirche Steffisburg (20 Uhr)

Die Gefühlswelten des Tangos

Der Bandoneon-Spieler Michael Zisman und das Steffisburger Kammerorchester rührten in Steffisburg ans Tanzbein.



Thuner Neujahrskonzerte 2010 im Burgsaal

Ein Fest mit musikalischer Weltreise
Was für ein Start ins neue Jahr: Das Kammerorchester Steffisburg entführte die Zuhörer im Thuner Burgsaal auf eine musikalische Weltreise.


Adventskonzert vom 28./29. November 2009

Kirche Sigriswil

Festlicher Auftakt

Mit den beiden Konzerten boten der Kirchenchor Sigriswil und das Kammerorchester Steffisburg einen festlichen Adventsbeginn.
Mit zwei erfolgreichen Konzerten stimmten der verstärkte Kirchenchor Sigriswil und das Kammerorchester Steffisburg am Wochenende in die Adventszeit ein. Das Gloria D-Dur von Vivaldi sorgte von Beginn weg für Stimmung in der vollbesetzten Kirche. Aufschwingende Geigenklänge legten sich über den getragenen Chorgesang, und die beiden Solistinnen, Romy Dübener, Sopran, und Sandra Thomi, Mezzosopran, setzten erste Glanzlichter in das harmonische Klangbild. Der gepflegte Gesang wurde von verschiedenen Instrumenten solistisch ausgeschmückt.

Inniges Engagement
Mit grossem Engagement intonierte das Orchester das Doppelkonzert d-Moll von Bach. Die Solisten, Paul Moser, Violine, Martin Stöckli, Oboe, und Andrea Gerber, Cello, fesselten das Publikum mit ihrem Spiel. Ob mit den beiden wirbelnden Allegri, oder dem tiefgreifenden Adagio, die Melodien gingen unter die Haut. 
Den krönenden Abschluss machten Chor und Orchester mit Haydns "Schöpfungsmesse", wie sie vom Kirchenmusiker Luigi Gatti arrangiert worden war.- Geleitet wurden sie von
Susanne Schneider-Hadorn und Paul Moser. Nun kamen neben den beiden Solistinnen auch der Tenor Martin Hostettler und Alessandro di Cesare, Bariton, zum Einsatz. Die vier beeindruckten mit hochstehenden Soli, Duetten und Terzetten. Als Quartett krönten sie mit feinfühligem Gesang das Gesamtbild der feierlichen Darbietungen. 
Voller Freude folgte das Publikum der Einladung zum abschliessenden gemeinsamen Gesang.

Verena Holzer, Thuner Tagblatt